Author Topic: Avast Neuigkeiten  (Read 131771 times)

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Re: Avast Neuigkeiten
« Reply #210 on: February 12, 2021, 08:19:33 AM »
Zwei von Fünf Deutschen entscheiden sich nach Online-Suche gegen erstes Date

Avast-Studie zeigt, dass viele der Befragten ihr potenzielles Date online recherchieren, um mehr über die andere Person und deren Echtheit zu erfahren

Mit dem Valentinstag vor der Tür und den Pandemie-bedingten Restriktionen, wenden sich immer mehr Menschen dem Online-Dating zu. Avast (LSE:AVST), ein weltweit führender Anbieter von Produkten für digitale Sicherheit und Privatsphäre, hat eine Studie durchgeführt, um zu verstehen, wie sich deutsche Nutzer vorbereiten, bevor sie ihre digitalen Dates zum ersten Mal in der realen Welt treffen.

Die Umfrage mit mehr als 1.100 Avast-Nutzern in Deutschland ergab, dass jede dritte Person (34 Prozent), die Online-Dating-Apps oder -Websites nutzt, zu einem Match über Google oder in sozialen Medien nach weiteren Informationen sucht. 41 Prozent entschieden sich letzten Endes sogar gegen ein Treffen – auf Grundlage dessen, was sie online fanden oder eben nicht finden konnten.

Die Gründe für die Suche waren dabei die Folgenden:
• Mehr über die andere Person erfahren (52 Prozent).
• Überprüfen, ob die Person tatsächlich existiert (46 Prozent).
• Herausfinden, ob ein Match die Wahrheit erzählt hat (28 Prozent).
• Sehen, wie die Person auf sozialen Medien interagiert (24 Prozent).

Die meisten Deutschen suchten auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Tik Tok (56 Prozent) oder über Suchmaschinen wie Google und Bing (38 Prozent). Nur wenige gingen einen Schritt weiter und weiteten ihre Suche auf berufliche Netzwerke wie LinkedIn oder Xing (19 Prozent) aus. Aber gleich 40 Prozent führten eine Rückwärts-Bildersuche durch. Dabei durchläuft das Profilfoto der Person von der Dating-Plattform eine Google-Suche, um es im gesamten Web zu finden.

Weitere Sicherheitsmaßnahmen
Aber es gibt noch weitere Sicherheitsmaßnahmen, die Deutsche ergreifen, wenn sie ihr Online-Date zum ersten Mal persönlich treffen:
• 69 Prozent wählen einen öffentlichen Ort für das Treffen.
• 40 Prozent lassen einen Freund oder ein Familienmitglied wissen, mit wem sie sich treffen oder teilen ihnen ihren Live-Standort mit.
• 43 Prozent legen den Treffpunkt auf einen Ort fest, der ihnen vertraut ist.
• Vier Prozent bitten einen Freund oder Verwandten, sich am gleichen Ort und Zeitpunkt des Dates aufzuhalten.

„Während der Pandemie erledigen wir immer mehr Dinge online, da ist Dating keine Ausnahme. Durch den Lockdown ist es kaum möglich, neue Leute zu treffen. Online-Dating bedeutet auch, dass wir unseren potenziellen Dating-Partnern eine Menge persönliche Informationen preisgeben müssen. Doch die Art und Weise, wie wir dies tun, ist entscheidend, um unsere Datensicherheit, aber auch persönliche Sicherheit zu gewährleisten. Das gilt besonders, wenn wir jemanden zum ersten Mal treffen. Es ist erfreulich zu sehen, dass die Deutschen wichtige Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, wie zum Beispiel, sich an öffentlichen Orten zu treffen oder Treffpunktdetails mit einem Freund oder Verwandten vor dem Date zu teilen“, sagt Luis Corrons, Security Evangelist bei Avast.

Die Auswirkungen der Suche
Während vier von zehn Befragten beschlossen haben, sich nach der Suche nicht mit der Person zu treffen, waren andere ermutigt über die Erkenntnisse, die sie online fanden. 45 Prozent entschieden sich, online in Kontakt zu bleiben und 40 Prozent, die Person weiterhin zu treffen.

Eine von drei Personen (36 Prozent) führte am Ende sogar eine Beziehung (zwei Monate oder länger) mit der anderen Person, und 18 Prozent heirateten schließlich oder bekamen gemeinsame Kinder.

Suchen oder nicht suchen?
„Eine Person vor einem Date online zu suchen oder nicht zu suchen, ist eine persönliche Entscheidung. Man sollte dies aber mit Respekt vor der Privatsphäre der anderen Person tun und sich an die öffentlich zugänglichen Informationen halten, die online verfügbar sind“, schlussfolgert Luis Corrons. „Es ist nicht verwunderlich, dass Menschen neugierig sind und vor dem ersten Date nach Informationen suchen. Das erinnert uns daran, dass alles, was wir online teilen, die eigene Identität reflektiert. Auch deshalb sollten sich Menschen Gedanken darüber machen, wie sie sich online präsentieren.“

Unter den Befragten, die keine Suche durchgeführt hatten, sagten 21 Prozent, dass sie nicht genug Informationen hatten, um eine Suche durchzuführen. Auch hielten 29 Prozent es nicht für notwendig, dies zu tun. 44 Prozent zogen es vor, Menschen nicht aufgrund dessen zu beurteilen, was sie online finden konnten und würden sie lieber zuerst einmal persönlich treffen. Zehn Prozent hielten es nicht für ethisch vertretbar.
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Re: Avast Neuigkeiten
« Reply #211 on: February 17, 2021, 08:58:27 AM »
Avast tritt Koalition gegen Stalkerware bei

Weltweiter Anstieg von Spy- und Stalkerware um 55,2 Prozent

• Ziel: gemeinsam mit anderen führenden IT-Security-Unternehmen und Hilfsorganisationen den technischen Missbrauch beenden
• Verbesserungen bei der Identifizierung von Stalkerware durch mobile Sicherheitsprodukte

Avast (LSE:AVST), ein weltweit führender Anbieter von Lösungen für digitale Sicherheit und Privatsphäre, gibt bekannt, dass das Unternehmen der Koalition gegen Stalkerware (Coalition Against Stalkerware) beigetreten ist. Die Vereinigung besteht aus Anbietern von Cybersicherheitsprodukten, Opferdiensten und Forschern, die sich für die Bekämpfung von technischem Missbrauch einsetzen. Avast hat in diesem Rahmen zusätzlich, sein mobiles Antivirus-Produkt um eine Funktion erweitert, die Benutzer vor Apps warnt, die als Stalkerware bekannt sind.

Stalkerware ist eine Malware-Art, die einen Fernzugriff auf das persönliche Endgerät einer anderen Person ermöglicht, um diese ohne deren Zustimmung oder Wissen zu überwachen. Das beinhaltet in der Regel den Zugriff auf alle Konten und Informationen auf dem betroffenen Gerät, wie beispielsweise E-Mails, Texte, Fotos und Social-Media-Seiten. Es kann aber auch den Zugriff auf die Kamera oder das Mikrofon bedeuten. Da der Täter Zugang zum Gerät haben muss, um die Stalkerware auf diesem zu installieren, sind die Betroffenen meistens Partner (oder Ex-Partner), Kinder, Ehepartner, Familienmitglieder oder Bekannte.

Covid-19 als Stalkerware-Treiber
Erwiesenermaßen hat die Anzahl der Installationen von Stalkerware während der Covid-19-Pandemie zugenommen. Avast Threat Labs berichten von einem weltweiten Anstieg von Spy- und Stalkerware von März bis Dezember 2020 um 55,2 Prozent im Vergleich zu den ersten beiden Monaten des Jahres 2020 (https://blog.avast.com/stalkerware-use-surges-during-lockdown-avast). Die Analysten weisen darauf hin, dass die Verbreitung von Stalkerware durch die anhaltenden Ausgangsbeschränkungen im Rahmen der Pandemie weiter beschleunigt wurde. Aufgrund der eingeschränkten Bewegungsfreiheit können die Täter nun noch leichter auf die mobilen Endgeräte ihrer Opfer zugreifen.

Seit August 2020 bietet Avast Mobile Security (https://www.avast.com/de-de/free-mobile-security) eine Funktion an, die dem Benutzer automatisch eine Benachrichtigung sendet, wenn Stalkerware auf dem Gerät erkannt wird. Avast hat Stalkerware bisher auch erkannt, unterscheidet diese jetzt aber von anderer Malware, damit potenzielle Opfer wissen, dass sie möglicherweise überwacht werden.

„Stalkerware hat seit Beginn der Pandemie überhandgenommen (https://blog.avast.com/de/danger-cyberstalking-stalkerware) und wir haben mit unseren Produkten die Möglichkeit, die digitale Freiheit und die Rechte der Allgemeinheit auf Privatsphäre zu schützen“, sagt Ondrej David, Leiter der mobilen Bedrohungsforschung bei Avast. „Stalkerware gibt Tätern ganz neue Möglichkeiten, ihre Opfer auszuspionieren und deren private Daten zu erhalten. Gemeinsam können wir das öffentliche Bewusstsein für dieses Thema schärfen und an neuen Ansätzen arbeiten, um dem Technologiemissbrauch entgegenzuwirken, damit Opfer besser geschützt werden können.“

Gemeinsam stark gegen Stalkerware
Die Koalition gegen Stalkerware wurde im November 2019 gegründete und setzt sich gegen den Einsatz von Überwachungssoftware zur Verfolgung einer Person ohne deren Wissen ein. Darüber hinaus bietet sie Hilfe für Opfer von technischem Missbrauch. Zusätzlich können sich hier führende IT-Security-Unternehmen und Hilfsorganisationen, über das Problem auszutauschen und Aufklärungsarbeit leisten.

Avast ist stolz darauf, sich Gründungsmitgliedern wie Electronic Frontier Foundation, National Network to end Domestic Violence (NNEDV), Operation Safe Escape, Weisser Ring und anderen führenden Sicherheitssoftware-Unternehmen in der Koalition anzuschließen.

„NNEDV ist begeistert zu sehen, wie die Koalition gegen Stalkerware gewachsen ist“, sagt Erica Olsen, Safety Net Projektleiterin für NNEDV. „Unternehmen und Organisationen sind gemeinsam stärker, wenn sie sich zusammenschließen, um im Verbund ein Problem wie dieses anzugehen. Diese Partnerschaften zwischen Sicherheitsunternehmen und Opferdiensten können neue Ansätze und Richtlinien für den Umgang mit Technologiemissbrauch schaffen, die wirklich etwas bewirken.“

Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, Opfer von technischem Missbrauch oder Stalkerware geworden sind, können Sie sich an die folgenden Organisationen wenden, um Hilfe zu erhalten:

• Weisser Ring +49 116 006 (https://weisser-ring.de/)
• bff Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/hilfe-beratung.html)
• Anti-Stalking-Projekt des FRIEDA-Frauenzentrum e.V. (https://www.anti-stalking-projekt.de/)
• Women Against Violence Europe - WAVE (https://www.wave-network.org/)
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Re: Avast Neuigkeiten
« Reply #212 on: February 20, 2021, 09:28:14 AM »
Avast verzeichnet Sextortion Boom während der Pandemie

Die Sicherheitsexperten von Avast haben weltweit mehr als 500.000 Angriffe von sexueller Erpressung im Internet blockiert

Avast, ein weltweit führender Anbieter von Lösungen für digitale Sicherheit und Privatsphäre, hat im Januar über eine halbe Million Sextortion-Angriffsversuche, also Fälle von digitaler sexueller Erpressung, verzeichnet. Die meisten dieser Angriffe zielten auf englischsprachige Nutzer in Großbritannien und den Vereinigten Staaten ab. Aber auch andere Länder sind betroffen, so wurden beispielsweise über 12.400 Angriffe in Deutschland blockiert, sowie über 8.700 in der Schweiz und über 2.100 in Österreich.

Sextortion verläuft nach dem folgenden Schema: Eine E-Mail wird verschickt, in der die Betrüger behaupten, den Nutzer während intimer, sexueller Momente aufgenommen zu haben. Gleichzeitig drohen sie damit, diese Aufnahmen zu veröffentlichen, wenn der Betroffene kein Lösegeld zahlt.

„Sextortion ist gefährlich und kann dramatische Folgen haben, bis hin zum Selbstmord der betroffenen Person. Durch die Covid-19-Pandemie rechnen die Cyberkriminellen mit höheren Erfolgschancen, da die Menschen insgesamt mehr Zeit auf Zoom und vor ihrem Computer verbringen“, sagt Marek Beno, Malware-Analyst bei Avast. „So beängstigend solche E-Mails auch sein mögen, wir raten Nutzern dringend dazu, ruhig zu bleiben, wenn sie eine solche Nachricht in ihrem Posteingang finden, und sie zu ignorieren. Denn dabei handelt es sich nur um einen schmutzigen Trick, um an das Geld der Opfer zu gelangen.“

Verbreitete Kampagnen
Die derzeit am häufigsten auftretenden Angriffe nutzen den gestiegenen Einsatz der Videokonferenzlösung Zoom während der Covid-19-Pandemie aus. Dabei behaupten die Angreifer fälschlicherweise, dass sie auf das Gerät und die Kamera des Anwenders Zugriff hätten. Die Begründung: Sie hätten dafür kritische Schwachstellen in der Zoom-Anwendung ausgenutzt. Avast konnte jedoch keine tatsächlichen diesbezüglichen Sicherheitslücken in Zoom finden. Die Angreifer bauen beim Betroffenen Druck auf, indem sie von einem „aufgezeichneten sexuellen Akt“ sprechen und dass sie „Zugang zu sensiblen Informationen“ erhalten hätten, die zu einer „schrecklichen Rufschädigung“ führen könnten, wenn das Opfer nicht eine Zahlung von 2.000 US-Dollar in Bitcoin leiste. Avast konnte einen Anstieg solcher Kampagnen während der Weihnachtszeit im Dezember 2020 verzeichnen.

Bei der am zweithäufigsten verbreiteten Variante behaupten die Angreifer in einer E-Mail, vor einigen Monaten einen Trojaner auf dem Rechner des Empfängers eingeschleust zu haben. Dieser hätte alle Aktionen des potenziellen Opfers über dessen Mikrofon und Webcam aufgezeichnet und alle Daten – einschließlich Chats, soziale Medien und Kontakte – von dem Gerät heruntergeladen. Auch hier fordern die Angreifer Lösegeld in Kryptowährung. Das Besondere ist, dass die Betrüger bei dieser Variante den Druck über einen gefälschten Timer aufbauen, der beim Erhalt der E-Mail gestartet wird und so eine Frist für die Bezahlung des Lösegelds setzt.

„Wie bei der Zoom-Kampagne sind auch hier alle Drohungen gefälscht. Es wurde kein Trojaner auf dem Gerät des Empfängers installiert, nichts wird aufgezeichnet und die Angreifer haben keine Daten heruntergeladen. Der in der E-Mail enthaltene Timer ist eine weitere Social-Engineering-Technik, mit der die Opfer zur Zahlung gedrängt werden sollen“, so Marek Beno weiter.

Sextortion-E-Mails erkennen
• Die Angreifer betonen oft die Demütigung und Peinlichkeit der Situation, um dadurch das Opfer zu erpressen, Lösegeld zu bezahlen. Die Bezahlung soll dabei meist in Kryptowährung, wie beispielsweise Bitcoins, erfolgen.
• Oft ist die verwendete Sprache perfekt. Es gibt aber auch Fälle, in denen die Betrüger ein Übersetzungstool wie Google Translate verwendet haben, um ihre Nachricht zu lokalisieren. Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass die Nachricht nicht vertrauenswürdig ist.
• In manchen Fällen sieht es so aus, als ob die E-Mail direkt von der Adresse des Opfers selbst gesendet worden wäre, jedoch wurde nur der Absendername manipuliert. Ein Klick auf diesen und die echte E-Mail-Adresse des Absenders wird angezeigt.
• Angreifer zeigen ihren Opfern möglicherweise alte, geleakte Kennwörter, um die Glaubwürdigkeit ihrer Drohung zu erhöhen. Gestohlene Passwörter werden jedoch im Dark Web verkauft und Angreifer können sie leicht für ihre Kampagnen nutzen.

So schützen Sie sich vor Sextortion-E-Mails
• Bleiben Sie ruhig. In Wirklichkeit besitzt der Angreifer gar keine kompromittierenden Aufnahmen von Ihnen und verwendet nur Social-Engineering-Techniken, um Sie zu erschrecken und bloßzustellen, damit Sie seiner Lösegeldforderung nachkommen.
• Behandeln Sie die E-Mail so, wie Sie Spam-E-Mails behandeln würden – ignorieren Sie sie. Reagieren Sie nicht und bezahlen Sie auf gar keinen Fall das Lösegeld.
• Falls der Angreifer ein geleaktes Kennwort von Ihnen beigefügt hat, ändern Sie dieses sofort in ein langes, komplexes Passwort (https://www.avast.com/de-de/c-topic-passwords), falls Sie dies nicht bereits getan haben.
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Re: Avast Neuigkeiten
« Reply #213 on: February 25, 2021, 08:25:50 AM »
Analyse: Fragwürdige Stalkerware-Apps animieren Eltern zum Ausspionieren ihrer Kinder

Avast untersuchte Werbebotschaften von Stalkerware und die psychologischen Argumente dahinter

Avast, ein weltweit führender Anbieter von Lösungen für digitale Sicherheit und Privatsphäre und Mitglied der Coalition Against Stalkerware, hat analysiert*, an welche Zielgruppen sich die Werbebotschaften der neun meist eingesetzten Stalkerware-Apps – die von Avast Mobile Security unter den Avast-Nutzern erkannt wurden – richten. Während Stalkerware auch an eifersüchtige Partner oder Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter überwachen wollen, vermarktet wird, offenbaren die Ergebnisse der Analyse, dass sich alle neun Apps auch an Eltern richten, die das Online-Verhalten ihrer Kinder heimlich kontrollieren wollen.

"Stalkerware kann auf dem Endgerät einer Person ohne deren Zustimmung installiert werden, um dadurch alle Kommunikationsaktivitäten heimlich überwachen zu können. Dieses Verhalten ist höchst unethisch und ein schwerwiegender Eingriff in die Privatsphäre einer anderen Person", sagt Jaya Baloo, CISO bei Avast. "Mit unserer aktuellen Analyse haben wir einen genaueren Blick auf die von den Apps verwendeten Botschaften geworfen, um die psychologischen Tricks zu verstehen, die dabei angewendet werden. Leider spielen die Akteure mit den Ängsten der Eltern und dem Druck, ihre Kinder schützen zu wollen. Eltern sollten sich jedoch davon nicht täuschen lassen. Um Kinder zu schützen, ist Vertrauen das A und O. Auch spezifische Tools für Familien zur Beschränkung des Zugriffes auf bestimmte Seiten können helfen. Obwohl es für Eltern wichtig ist, über die Online-Aktivitäten ihrer Kinder informiert zu sein, sollte zuvor die Zustimmung des Kindes eingeholt werden. Transparenz und offene Gespräche sind hier der Schlüssel."

Das versprechen die Stalkerware-Apps
Alle neun Apps werden Eltern angeboten, um ihre Kinder ohne deren Wissen zu überwachen. Die Programme geben dabei vor, einem höheren Zweck zu dienen und versprechen, Kinder vor Online-Gefahren zu schützen, indem sie:

• Messaging-Apps und SMS überwachen,
• Anrufe aufzeichnen, sowie Einsicht in Anrufprotokolle und gelöschte Protokolle geben,
• Standortverfolgung ermöglichen,
• auf Multimedia-Dateien wie Bilder, Videos und Audios zugreifen,
• verschiedene Social-Media-Plattformen überwachen, ebenso wie das Webbrowsing,
• auf den Navigationsverlauf zugreifen und auf das Mikrofon im Hintergrund, um Geräusche oder Gespräche aufzuzeichnen,
• das Smartphone fernsteuern können und Websites oder Apps auf dem Telefon blockieren,
• die App-Nutzung des Kindes überwachen.

Taktiken der Werbebotschaften
Dabei setzen die Stalkerware-Entwickler verschiedene Werbebotschaften ein, um die Nutzung der Programme zu rationalisieren:

Panik machen - Viele der Apps schaffen Panik und schüren die Ängste der Eltern, indem sie Bedrohungen thematisieren, die auf Kinder lauern, wie beispielsweise Cybermobbing, Kontakt mit ungeeigneten Inhalten oder gefährlichen Menschen. Dabei werden häufig Statistiken verwendet, um die verschiedenen Bedrohungen hervorzuheben.
An Emotionen appellieren - Die meisten Programme versuchen, eine emotionale Beziehung zum potenziellen Kunden aufzubauen. Dazu verstärken sie das Gefühl von Angst und Besorgnis, dass die Eltern meist schon vorher empfinden.
Vorteile versprechen - Die Apps rationalisieren ihre Nutzung, indem sie versprechen, den Eltern dabei helfen zu können, "Ihre Kinder auf dem richtigen Weg zu halten".
Ein Mehrheitsgefühl vermitteln - Die Entwickler setzen auf ihren Websites auf Formulierungen, die implizieren, dass andere Nutzer die Apps bereits mit tollen Ergebnissen verwendet haben. Dabei werden zwischen 100.000 und 3 Millionen Anwender als Referenzwert angegeben. Eine App berichtet sogar auf derselben Seite inkonsistent von 100.000 und 2 Millionen Nutzern, was die Angaben noch unglaubwürdiger macht und ein Warnhinweis für Nutzer jeglicher App sein sollte.
Gefälschte positive Nutzerbewertungen verbreiten - Im Fall der untersuchten Stalkerware-Apps zeigen vier der neun Programme Nutzerbewertungen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit gefälscht sind. Auf einigen Websites werden dieselben positiven Bewertungen verschiedenen Personen zugeschrieben. In einem Fall werden die Personen, die die App angeblich bewertet haben sowie deren Review, eins zu eins auch von anderen, nicht verwandten Websites verwendet. Dies ist ein gutes Indiz dafür, dass die Bewertungen nicht authentisch sind.

Tipps für Eltern, um ihre Kinder online zu schützen
Um sich sicher im Internet zu bewegen, brauchen Kinder den Rat und die Hilfe ihrer Eltern. Im Folgenden gibt Avast acht Tipps und Empfehlungen, die Eltern dabei helfen können, ihre Kinder online besser zu schützen:

• Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Wenn Kinder sehen, dass Sie Bilder von ihnen ohne ihre Erlaubnis teilen, warum sollten sie sich dann zurückhalten, selbst Bilder zu teilen? Verwenden Sie lieber Bilder, auf denen Ihr Kind von hinten zu sehen ist oder auf denen das Gesicht unscharf ist. Bei älteren Kindern sollten Sie vorher um Erlaubnis fragen, bevor Sie ein Foto veröffentlichen.
• Erklären Sie Ihrem Kind, was persönliche Daten sind und wie sensibel diese sein können. Legen Sie Erwartungen an die Weitergabe dieser sensiblen Daten fest und besprechen Sie gemeinsam, was online geteilt werden darf. Sind ihre Kinder schon älter, sollten Sie auch über Sexting und private Bilder sprechen und wie diese gegen sie verwendet werden können.
• Bringen Sie Ihrem Kind bei, sichere Passwörter zu verwenden. Ein sicheres Passwort sollte lang und komplex sein und aus Sonderzeichen, Zahlen sowie Klein- und Großbuchstaben bestehen.
• Erklären Sie, was Phishing ist und bewirkt sowie wie sich Ihr Kind davor schützen kann. Kinder sollten nicht auf Links klicken, die sie per E-Mail oder über soziale Medien von unbekannten Quellen erhalten. Wenn sie auf einer Website aufgefordert werden, persönliche Daten einzugeben, sollten sie die URL manuell in den Browser eingeben, anstatt auf einen Link zu klicken.
• Installieren Sie ein Antivirenprogramm auf den Geräten Ihres Kindes. Kinder klicken genauso auf zweifelhafte Links wie Erwachsene. Sorgen Sie daher dafür, dass alle Geräte geschützt sind.
• Stellen Sie YouTube und Spielsysteme auf einen "eingeschränkten Modus", der für Kinder ungeeignete Inhalte herausfiltert.
• Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Datenschutzeinstellungen in sozialen Medien durch und überprüfen Sie die App-Berechtigungen. Erklären Sie, warum es wichtig ist, den Zugriff von Apps auf die eigenen Daten einzuschränken.
• Im Gegensatz zu Stalkerware, die ohne die Zustimmung des Kindes verwendet wird, können Kindersicherungs-Apps bei richtiger Verwendung von Vorteil sein. Legitime Programme sind auf dem Gerät deutlich sichtbar und Sie sollten die Verwendung mit ihrem Kind besprechen, bevor Sie sie aktivieren.

Weitere Informationen, wie Sie mit Ihrem Kind über Tracking-Software sprechen können, finden Sie hier: https://blog.avast.com/child-tracking-software-avast
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